Willkommen auf der Homepage der steirischen und burgenländischen Wildtierhalter

Hier finden Sie Informationen und Kontakte – alles, was Sie für Ihre erfolgreiche Arbeit mit Wildtieren oder Wildfleisch brauchen.

Sommer im Gehege

Die Setzzeit ist jetzt voll im Gange - das heißt, dass jetzt die Kälber geboren werden. Bei Damwild wiegen die Kälber zwischen 3 und 6 kg, bei Rotwild sind die Geburtsgewichte deutlich höher und liegen etwa bei 8 kg. Die Kälber werden meist im hohen Gras oder in anderen guten Deckungen abgelegt. Das Muttertier besucht das Kalb in den ersten Tagen einige Male, um es mit Milch zu versorgen.

Die Kontrolle ist jetzt wichtig, Zäune werden geprüft und der Futterbestand im Gehege muss den hohen Anforderungen der säugenden Muttertiere entsprechen.

Die Gewinnung von Futter für den Winter in Form von Heu oder Silage ist im Laufen.  

Zahl der Betriebe mit landwirtschaftlicher Wildhaltung steigt

Immer mehr Betriebe beschäftigen sich mit der landwirtschaftlichen Wildhaltung im Gehege (Farmwild). Diese extensive Grünlandnutzung trägt dazu bei, dass auch schwierig zu bewirtschaftende Flächen genutzt werden und somit die Kulturlandschaft erhalten bleibt.

Bei der landwirtschaftlichen Wildhaltung steht die Reduzierung der eingesetzten Arbeitszeit im Vordergrund und diese Wirtschaftsform ist daher typisch für den Nebenerwerbsbetrieb. Die über das Jahr anfallenden Arbeiten lassen sich gut planen und der tägliche Arbeitsaufwand geht auf ein Minimum zurück. Während sich im Frühjahr und Sommer die Arbeit auf die Tierbeobachtung und Zaunkontrolle beschränkt, ist im Winter durch die tägliche Fütterung ein höherer Zeitaufwand feststellbar.

Österreich braucht mehr Wildfleisch aus dem Gehege

In Österreich werden derzeit etwa 50% des verbrauchten Wildfleisches importiert – diese Importe stammen bei Jagdwild aus Osteuropa und bei Gehegewild – oder Farmwild aus Neuseeland. Wir sehen es als Möglichkeit und Chance, den Anteil des bei uns in der Region erzeugten Wildfleisches zu erhöhen und damit die Transporte von Wildfleisch aus Neuseeland zu reduzieren. Vor allem für kleinere und mittlere Betriebe ist die Farmwildhaltung interessant und der Markt ist aufnahme- und ausbaufähig.

Kontakt

Landwirtschaftskammer Steiermark / Verband landwirtschaftlicher Wildtierhalter in der Steiermark

ZHdn. DI Rudolf Grabner

Hamerlinggasse 3, 8010 Graz, Tel.: 0316 8050 1424, E-Mail: rudolf.grabner@lk-stmk.at

 (Autor: Rudolf Grabner)

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