Willkommen auf der Homepage der steirischen und burgenländischen Wildtierhalter

Hier finden Sie Informationen und Kontakte – alles, was Sie für Ihre erfolgreiche Arbeit mit Wildtieren oder Wildfleisch brauchen.

Der erste Schnee - Umstellung des Futters

In vielen Teilen des Landes ist der erste Schnee gefallen und Fröste bringen ein Ende der Vegetationszeit. Besonders die Wochen im November und Dezember werden dazu genutzt, die Tiere im Gehege an das Winterfutter zu gewöhnen. Wildtiere brauchen ausreichend Energie, um der Winterkälte zu trotzen. Das Eiweiß im Futter verliert an Bedeutung. Wildtiere reduzieren im Winter ihren Stoffwechsel - sie brauchen weniger Eiweiß und an sich kommen sie mit deutlich weniger Futter als im Sommer aus. 

Die häufigste Futtermittel im Winter sind Heu und Grassilage. Ergänzt wird dieses "Grundfutter" häufig mit Knollenfrüchten, Rüben, Karotten oder auch Getreide und Mais. 

Das Grundfutter kann ad libitum angeboten werden. Das rohfaserreiche Heu oder die Grassilage regt die Speichelbildung an, was für die Verdauung optimal ist. 

Energiereiche Futtermittel wie Gerste, Hafer, Futterweizen oder auch Mais sollten gequetscht oder grob gemahlen vorgelegt werden. Diese Futtermittel müssen begrenzt werden. Pro erwachsenem Tier kann man von Mengen von 0,1 bis 0,3 kg pro Tag ausgehen. 

Zahl der Betriebe mit landwirtschaftlicher Wildhaltung steigt

Immer mehr Betriebe beschäftigen sich mit der landwirtschaftlichen Wildhaltung im Gehege (Farmwild). Diese extensive Grünlandnutzung trägt dazu bei, dass auch schwierig zu bewirtschaftende Flächen genutzt werden und somit die Kulturlandschaft erhalten bleibt.

Bei der landwirtschaftlichen Wildhaltung steht die Reduzierung der eingesetzten Arbeitszeit im Vordergrund und diese Wirtschaftsform ist daher typisch für den Nebenerwerbsbetrieb. Die über das Jahr anfallenden Arbeiten lassen sich gut planen und der tägliche Arbeitsaufwand geht auf ein Minimum zurück. Während sich im Frühjahr und Sommer die Arbeit auf die Tierbeobachtung und Zaunkontrolle beschränkt, ist im Winter durch die tägliche Fütterung ein höherer Zeitaufwand feststellbar.

Österreich braucht mehr Wildfleisch aus dem Gehege

In Österreich werden derzeit etwa 50% des verbrauchten Wildfleisches importiert – diese Importe stammen bei Jagdwild aus Osteuropa und bei Gehegewild – oder Farmwild aus Neuseeland. Wir sehen es als Möglichkeit und Chance, den Anteil des bei uns in der Region erzeugten Wildfleisches zu erhöhen und damit die Transporte von Wildfleisch aus Neuseeland zu reduzieren. Vor allem für kleinere und mittlere Betriebe ist die Farmwildhaltung interessant und der Markt ist aufnahme- und ausbaufähig.

Kontakt

Landwirtschaftskammer Steiermark / Verband landwirtschaftlicher Wildtierhalter in der Steiermark

ZHdn. DI Rudolf Grabner

Hamerlinggasse 3, 8010 Graz, Tel.: 0316 8050 1424, E-Mail: rudolf.grabner@lk-stmk.at

 (Autor: Rudolf Grabner)

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