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Trockenheit im Gehege in weiten Teilen der Steiermark

Die Winterfeuchtigkeit fehlt und die ergiebigen Regenfälle sind in weiten Teilen der Steiermark und des Burgenlandes ausgeblieben.

Trockenheit und in der Folge Futterknappheit

Unsere Hauptwildarten im Gehege sind Rotwild und Damwild - und hier steht die Setzzeit knapp bevor. Die Muttertiere brauchen besonders in den letzten Wochen und Tagen vor dem Setzen viel und gutes Futter, um den schnell wachsenden Embryo gut mit Nährstoffen versorgen zu können.  

Ist das Kalb geboren, dann braucht das Muttertier wieder sehr viel und gutes Futter, um die Versorgung der Kälber mit Milch für ein gutes Wachstum zu sichern.

Sollten Gehegeflächen durch die Trockenheit geschädigt sein, dann muss mit Übersaaten und Nachsaaten reagiert werden, um die Weideflächen zu erhalten. Es kann notwendig sein, dass auch jetzt mit Heu und oder Grassilage dazugefüttert werden muss, um eine ausreichende Versorgung sicher zu stellen. In einzelnen Fällen kann auch eine Bestandsreduktion notwendig sein.

Wichtig ist, dass Wasser, Salz und Mineralstoffe angeboten werden. 

Zahl der Betriebe mit landwirtschaftlicher Wildhaltung steigt

Immer mehr Betriebe beschäftigen sich mit der landwirtschaftlichen Wildhaltung im Gehege (Farmwild). Diese extensive Grünlandnutzung trägt dazu bei, dass auch schwierig zu bewirtschaftende Flächen genutzt werden und somit die Kulturlandschaft erhalten bleibt.

Bei der landwirtschaftlichen Wildhaltung steht die Reduzierung der eingesetzten Arbeitszeit im Vordergrund und diese Wirtschaftsform ist daher typisch für den Nebenerwerbsbetrieb. Die über das Jahr anfallenden Arbeiten lassen sich gut planen und der tägliche Arbeitsaufwand geht auf ein Minimum zurück. Während sich im Frühjahr und Sommer die Arbeit auf die Tierbeobachtung und Zaunkontrolle beschränkt, ist im Winter durch die tägliche Fütterung ein höherer Zeitaufwand feststellbar.

Österreich braucht mehr Wildfleisch aus dem Gehege

In Österreich werden derzeit etwa 50% des verbrauchten Wildfleisches importiert – diese Importe stammen bei Jagdwild aus Osteuropa und bei Gehegewild – oder Farmwild aus Neuseeland. Wir sehen es als Möglichkeit und Chance, den Anteil des bei uns in der Region erzeugten Wildfleisches zu erhöhen und damit die Transporte von Wildfleisch aus Neuseeland zu reduzieren. Vor allem für kleinere und mittlere Betriebe ist die Farmwildhaltung interessant und der Markt ist aufnahme- und ausbaufähig.

Kontakt

Landwirtschaftskammer Steiermark / Verband landwirtschaftlicher Wildtierhalter in der Steiermark

ZHdn. DI Rudolf Grabner

Hamerlinggasse 3, 8010 Graz, Tel.: 0316 8050 1424, E-Mail: rudolf.grabner@lk-stmk.at

 (Autor: Rudolf Grabner)

Aktuelles

  • Erneuerung von Wiesen mit Trockenheitsschäden sowie Neuanlage trockentoleranter Grünlandflächen

    Dr. Bernhard KRAUTZER und Univ. Doz. Dr. Karl BUCHGRABER, BAL Gumpenstein

    Die trockene Witterung, hat nicht nur zu geringeren Futtererträgen geführt, sondern Grünlandpflanzen und Grasnarbe zum Teil stark geschädigt.

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