Es ist grün im Gehege.

Das Frühjahr kommt heuer zwar mit etwa zwei Wochen Verzögerung, aber jetzt wird es doch warm und damit startet das Frühjahr.

In den Herden wird es jetzt unruhig, weil die Muttertiere die Kälber des Vorjahres (jetzt als Schmaltiere und Schmalspießer bezeichnet) abstoßen, ja manchmal recht energisch zurückweisen. Die Muttertiere setzen ihre Vorjahrskälber ab, um sich gut auf die Geburten vorbereiten zu können. 

Die Weideflächen werden wieder grün, die Gräser und Kräuter wachsen und die Tiere im Gehege können die nächsten Monate aus dem Vollen schöpfen. In der Regel ist der Aufwuchs im Mai und Juni größer als die Mengen, die von den Tieren gefressen werden. Aber Mutter Natur hat das gut eingerichtet – im Juni startet die Zeit, wo die Muttertiere ihre Jungen bzw. Kälber zur Welt bringen und da müssen sie fit sein und eine gute Körperkondition haben.

Abbildung: Junges Grünfutter ist eiweißreich und hat wenig Rohfaser; mit dem Alter steigt der Rohfasergehalt und der Eiweißgehalt sind - Steinwidder HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Die Muttertiere ziehen sich bereits einige Tage vor der erwarteten Geburt des Nachwuchses zurück und suchen sich einen verdeckten Platz. Hier bringen sie dann die Jungen zur Welt. Die Jungen sind zwar schnell auf den Beinen, aber sie bleiben noch einige Tage am Ort ihrer Geburt und gehen erst nach einer Woche mit in die Herde. In dieser ersten Woche kommt das Muttertier regelmäßig zum Kalb, um es mit Milch zu versorgen.

Gefahr durch Krähen

In einigen Gehegen wurden aggressive Krähen beobachtet, die auf die neugeborenen Kälber losgehen und sie mit ihrem kräftigen Schnabel schwer verletzten können. Das kann im schlimmsten Fall zum Tod der Kälber führen. Die Krähen warten dabei auf den Moment, wo sich die Muttertiere zur Herde begeben und die Kälber allein sind. Sollte das der Fall sein, dann muss der Gegehebetreiber das Gehege in der Setzzeit sehr genau beobachten und er muss versuchen, die Krähen zu vertreiben.

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