Der Herbst ist die Zeit, wo am meisten Wildfleisch verkauft wird. Das hängt mit den vielen Aktivitäten der Gastwirte im Herbst zusammen. 

Es haben sich die Begriffe landwirtschaftliche Wildtierhaltung oder Farmwild für diese Produktionsform etabliert. Dabei wird eine Wildart auf landwirtschaftlichen Flächen im Gehege gehalten und das Fleisch als Wildfleisch vermarktet. Der Begriff Gatter ist nicht zutreffend. Die Tiere werden geschlachtet und auch die Schlachtung unterliegt den landwirtschaftlichen Regelungen, die in der Hygieneleitlinie für Farmwild festgelegt sind. Jene Personen, die Wild im Gehege schlachten, brauchen den Nachweis der Sachkundigkeit, der nach dem Abschluss des Sachkundelehrganges „Schießen von Farmwild im Gehege“ bei der Bezirksverwaltungsbehörde zu beantragen ist.

Direktvermarktung von Wildfleisch aus dem Gehege

Es gibt viele landwirtschaftliche Betriebe, die ein sehr kleines Gehege haben und das Wildfleisch innerhalb der eigenen Familie verwenden. Dabei sind Flächen von 1 bis 3 Hektar eingezäunt und das Farmwild hat die Aufgabe, diese Flächen frei von Bewuchs zu halten und es wird ein hochwertiges Fleisch erzeugt. Auch in diesen Betrieben benötigt jene Person, die Tiere schlachtet, den Sachkundenachweis zum Schlachten von Farmwild; allerdings gibt es keine Vorschriften für Zerlege- und Kühlräume, wenn das Fleisch nicht in Verkehr gebracht wird. Ansonsten wird Wildfleisch aus dem Gehege über die Direktvermarktung angeboten. Dabei sind alle gesetzlichen Richtlinien bezüglich der Lebensmittelsicherheit (Hygieneleitlinie für Farmwild) einzuhalten, aber es müssen auch alle anderen Normen und gesetzlichen Grundlagen eingehalten werden (z.B. Etikettierung…). Wichtig ist, dass beachtet wird, dass die landwirtschaftliche Direktvermarktung auf die Vermarktung von Urprodukten beschränkt ist. Dabei gibt es Festlegungen zum Verarbeitungsgrad und es gibt umsatzmäßig Grenzen. Die Direktvermarkter unterliegen auch den Regelungen, die bezüglich der Sozialversicherung vorliegen. Informationen dazu geben die ExpertInnen für die Direktvermarktung in der Landeskammer bzw. in den Bezirkskammern.