Der heurige Winter – zu warm und zu wenig Schnee

Der auslaufende Winter war zu warm und hatte in fast allen Landesteilen zu wenig Schnee. Besonders der Februar war um 2,5 bis 3,5 Grad wärmer als normal.

Im Durchschnitt wird eine Abweichung von + 2,8°C für Österreich angegeben (das lag knapp hinter dem Rekordwinter von 2006/7).

War der Dezember sehr niederschlagsreich mit kontinuierlichen Regen- oder Schneefällen, blieben die Schneefälle im Jänner-Februar aus. Trotzdem zählt der heurige Winter zu den niederschlagreichsten der letzten 70 Jahre.

Schnee gab es vor allem in den Bergen über 1.500 m Seehöhe, während in den Niederungen deutlich weniger Schnee fiel. Das ist bei der zunehmenden Erwärmung auch in den nächsten Jahren zu erwarten.

Die Sonnenscheindauer liegt im langjährigen Durchschnitt.

(Quellen: GeoSphere Austria, ZAMG)

Was bedeutet das für die kommende Grünlandsaison?
Der Beginn der Wachstumssaison startet heuer offensichtlich früher. Das zeigt sich bei den Obstbauern, Ackerbauern aber auch Grünlandbauern. Es könnte im Idealfall dazu beitragen, dass die Wachstumsperiode insgesamt verlängert wird. Welche Auswirkungen kann dieser frühe Blühbeginn für das Grünland haben?

Tierhaltung

Es könnte heuer das Gras früher wachsen und es könnte damit die Weidesaison verlängern. Die Folge wäre, dass Rinder, Schafe, Farmwild früher auf die Weide kommen – weniger Winterfutter bedeutet geringere Kosten.

Trockenheit

Wenn nach einer frühen Blüte eine Trockenheit kommt, kann die Futtermenge und die Futterqualität darunter leiden – hier müsste dann das im Winter eingesparte Futter wieder dazu gefüttert werden.

Artenvielfalt

Einige Pflanzenarten werden von den milderen Bedingungen profitieren und sich gegenüber jenen Arten durchsetzen, die nicht so schnell auf die Veränderungen reagieren können. Das könnte zu Verschiebungen der Pflanzenzusammensetzung führen.

 

Wie auf das warme Frühjahr reagieren?

Nachsaaten Abschleppen Striegel Gülle ausbringen

Der frühe Vegetationsstart bietet für das Grünland Chancen und Herausforderungen. Es erfordert eine sorgfältige Planung und Anpassung der Bewirtschaftungspraktiken, um die positiven Effekte zu maximieren und die negativen Auswirkungen zu minimieren.

Dies könnte die Einführung von Maßnahmen wie verbessertem Wassermanagement, Weiderotationssystemen und der Förderung von widerstandsfähigen Pflanzenarten umfassen, um die langfristige Gesundheit und Produktivität des Grünlandes zu erhalten.

(Zusammenfassung eines Beitrags aus LK-Online)

Aktuelles

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