Willkommen auf der Homepage der steirischen und burgenländischen Wildtierhalter

Hier finden Sie Informationen und Kontakte – alles, was Sie für Ihre erfolgreiche Arbeit mit Wildtieren oder Wildfleisch brauchen.

Winter im Gehege

Mitten im Winter ist für das Wild eine kritische Zeit. Vor allem braucht es jetzt Ruhe. Die Hirsche beginnen, ihre Geweihe abzuwerfen. Das soziale Gefüge kann sich jetzt verändern. Wird das Wild gefüttert, braucht es jetzt vor allem rohfaserreiches Futter - also Heu oder Grassilage, denn das Wild im Gehege reduziert im Winter die Bewegung und den Nährstoffumsatz. 

Zahl der Betriebe mit landwirtschaftlicher Wildhaltung steigt

Immer mehr Betriebe beschäftigen sich mit der landwirtschaftlichen Wildhaltung im Gehege (Farmwild). Diese extensive Grünlandnutzung trägt dazu bei, dass auch schwierig zu bewirtschaftende Flächen genutzt werden und somit die Kulturlandschaft erhalten bleibt.

Bei der landwirtschaftlichen Wildhaltung steht die Reduzierung der eingesetzten Arbeitszeit im Vordergrund und diese Wirtschaftsform ist daher typisch für den Nebenerwerbsbetrieb. Die über das Jahr anfallenden Arbeiten lassen sich gut planen und der tägliche Arbeitsaufwand geht auf ein Minimum zurück. Während sich im Frühjahr und Sommer die Arbeit auf die Tierbeobachtung und Zaunkontrolle beschränkt, ist im Winter durch die tägliche Fütterung ein höherer Zeitaufwand feststellbar.

Österreich braucht mehr Wildfleisch aus dem Gehege

In Österreich werden derzeit etwa 50% des verbrauchten Wildfleisches importiert – diese Importe stammen bei Jagdwild aus Osteuropa und bei Gehegewild – oder Farmwild aus Neuseeland. Wir sehen es als Möglichkeit und Chance, den Anteil des bei uns in der Region erzeugten Wildfleisches zu erhöhen und damit die Transporte von Wildfleisch aus Neuseeland zu reduzieren. Vor allem für kleinere und mittlere Betriebe ist die Farmwildhaltung interessant und der Markt ist aufnahme- und ausbaufähig.

Kontakt

Landwirtschaftskammer Steiermark / Verband landwirtschaftlicher Wildtierhalter in der Steiermark

ZHdn. DI Rudolf Grabner

Hamerlinggasse 3, 8010 Graz, Tel.: 0316 8050 1424, E-Mail: rudolf.grabner@lk-stmk.at

 (Autor: Rudolf Grabner)

Aktuelles

  • Professor Dr. Manfred Golze referiert in Mooskirchen

    Professor Golze leitete jahrelang das landwirtschaftliche Versuchsgut Köllitsch in Norddeutschland und hat dabei die Abteilung Grünland - Tierhaltung geleitet. Er hat sich in seinen Forschungen umfassend mit Farmwild beschäftigt und gilt als der Fachmann in Deutschland.

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